Wann Sommerhitze gefährlich wird

von • 28.06.2017 • Allgemein, TippsComments (0)837

Wenn die Sonne strahlt, lacht das Herz oder es schwitzt. Denn bei den momentanen Höchstwerten kann man eher von Sommerhitze, als von Sommergefühlen sprechen. Viele von uns unterschätzen jedoch die gesundheitlichen Gefahren, die von der Sonne und den sehr hohen Temperaturen ausgehen. Bei Unachtsamkeit kann es schnell zum Sonnenstich, zur Hitzeerschöpfung oder sogar zum Hitzschlag kommen.

Sonnenstich

Bei einer länger andauernden direkten Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nackenbereich kann es zum Sonnenstich kommen. Dar Kopf erhitzt sich und die angestaute Hitze reizt die Hirnhaut und das Gehirn. Das kann im schlimmsten Fall bis zu einem Hirnödem, einer Hirnschwellung führen. Die Symptome bei einem Sonnenstich sind vielfältig und können auch erst nach mehreren Stunden auftreten. Typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, aber auch Ohrgeräusche, Nackenschmerzen, Schläfrigkeit bis hin zur Verwirrtheit. Die Körpertemperatur bleibt meist normal.
Gerade Babys und Kleinkinder, bei denen die Schädeldecke noch dünner oder nicht geschlossen ist, sind stärker gefährdet. Aber auch Menschen mit schütterem Haar oder Glatze sollten achtsamer sein.

Hitzeerschöpfung

Hitzeerschöpfung kann entstehen, wenn man seinen Körper bei hohen Temperaturen zu sehr belastet, unzweckmäßige Kleidung trägt und dabei extreme viel schwitzt. Es kommt zu einem zu hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust, besonders bei Flüssigkeitsmangel. Anzeichen sind Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Die Haut zeigt sich erst gerötet und danach blass und feucht. Es kommt zu einer Weitung der Blutgefäße, während der Blutdruck fällt. Ist der Körper nicht dadurch nicht mehr in der Lage, genügend Blut und Sauerstoff zum Gehirn zu pumpen, kann ein Hitzekollaps, also eine kurze Bewusstlosigkeit erfolgen.

Hitzschlag

Lebensgefährlich ist der Hitzschlag, denn hier erhöht sich die Körpertemperatur auf über 40° Celsius. Ein Hitzschlag tritt dann auf, wenn der Körper es nicht mehr schafft, die eigene Temperatur durch z.B. schwitzen zu regulieren. In der Folge kann es passieren, dass das Hirngeben anschwillt und es zu einer dauerhaften Hirnschädigung kommt.
Die Anzeichen sind eine erhöhte, fiebrige Körpertemperatur, eine starke Bewusstseinseintrübung des Betroffenen, Krämpfe und sehr heiße, trockene Haut, da der Betroffene nicht schwitzt. In diesen Fällen gilt es, sofort den Notruf zu verständigen, da sich der Betroffene in Lebensgefahr befindet, die bis zum Tod führen kann!

Wie kann ich vorbeugen?

Folgende Tipps helfen, damit Sie Ihre Tage genießen können:

1. Vermeiden Sie direkte und dauerhafte Sonne.
2. Egal ob Sonnenhut, Basecap oder Sonnenblende, tragen Sie eine Kopfbedeckung.
3. Meiden Sie die Sonne zur Mittagszeit.
4. Nehmen Sie viel Flüssigkeit, gleichmäßig über den Tag verteilt zu sich.
5. Vermeiden Sie größere körperliche Anstrengungen bei hohen Temperaturen.
6. Passen Sie Ihre Kleidung an das Wetter und die Außentemperaturen an.
7. Versuchen Sie lange Autofahrten, besonders mit kleineren Kindern, bei fehlender Klimaanlage oder ohne Fensterverdunklung zu vermeiden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Sonne genießen!

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