Sparkassen-Versicherung Sachsen - Blog Tipps bei Unwetterschäden

Was tun bei Schäden durch Starkregen

von • 07.06.2018 • Allgemein, TippsComments (0)566

Starkregen hat in vielen Regionen Deutschlands große Schäden verursacht. Auch Teile von Nord- und Ost-Sachsen und das Vogtland waren betroffen. Als hätte jemand einen Kübel Wasser ausgeschüttet, fielen in kurzer Zeit meist örtlich begrenzt, ungewöhnlich hohe Mengen Regen. Aufgrund des sehr warmen Wetters besteht die Gefahr erneuter Unwetter mit Extrem-Regengüssen weiterhin.

Wetterextreme als Boten des Klimawandels?
Diese Unwetter-Extreme häufen sich seit einigen Jahren. Zumindest gefühlt, denn statistisch ist die Zunahme laut Deutschem Wetterdienst (DWD) schwer nachzuweisen. Dennoch sei die beobachtete Häufung solcher Ereignisse, auch im Jahr 2017 schon, ein Indiz für die Annahme vieler Klimaforscher. Diese gehen davon aus, dass extreme Wettersituationen mit weiter steigenden Temperaturen zunehmen dürften. Der DWD rechnet deshalb für die Zukunft mit mehr Stürmen, extremen Regenfällen und Hitzewellen aufgrund der Klimaerwärmung.

Nützliche Tipps für Betroffene
Gerade Schäden, die Starkregen verursacht, können jeden treffen. Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, sind ruckzuck Straßen über- oder unterspült und Keller geflutet. Selbst ursprünglich winzige Rinnsale treten plötzlich als reißende Flüsse über die Ufer und sorgen für Überschwemmungen.

Ist das Unwetter abgezogen und der erste Schreck verdaut, sollten Sie folgendes beachten, falls Sie betroffen sind:

  • Tipp 1: Dokumentieren Sie Schäden
    Am besten Sie fotografieren die Schäden. Das erleichtert Ihrer Versicherung die Arbeit. So können Schäden schneller reguliert werden. Schreiben Sie eine Aufstellung, in der alle beschädigten Gegenstände aufgelistet sind. Hilfreich ist es, wenn sie entsprechende Kaufbelege mit einreichen können. Falls Sie keine haben, notieren Sie den ungefähren Zeitpunkt der Anschaffung und den Neupreis. Extra-Tipp: Gerade für wertvolle Sachen sollten Sie Quittungen, Rechnungen und Garantiebelege immer aufheben. Diese können Sie auch einscannen und auf einem Stick oder anderen Datenträgern platzsparend und an einem sicheren Ort aufbewahren.
  • Tipp 2: Minimieren Sie Schäden
    Direkt nach einem Unwetter sollte der Schaden so gering wie möglich gehalten werden. In vielen Versicherungsverträgen ist diese Schadenminderungspflicht als sogenannte Obliegenheit des Versicherungsnehmers auch schriftlich verankert. Beispiele: Direkt nach einem Unwetter sollten zerstörte Fenster provisorisch abgedichtet werden, um das Eindringen von Regenwasser und damit größere Schäden zu verhindern. Herumliegende Gegenstände, wie abgebrochene Äste, Dachziegeln oder Dachrinnen sollten Hausbesitzer möglichst zügig wegräumen. Wichtig ist zu wissen, dass Grundstückseigentümer ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen müssen. Das heißt, sie müssen auch nach einem Unwetter dafür sorgen, dass von ihrem Grundstück keine weiteren Gefahren ausgehen,
  • Tipp 3: Informieren Sie umgehend Ihren Versicherer
    Sie sollten umgehend Ihre Versicherungsgesellschaft über die entstandenen Schäden informieren und sich zur weiteren Vorgehensweise beraten lassen. Dies ist in der Regel unbürokratisch und schnell, rund um die Uhr möglich. Kunden der Sparkassen-Versicherung Sachsen wählen einfach die Soforthilfe-Nummer 03514235-777. Auch ein Online-Formular auf der Website steht Ihnen für eine elektronische Schadenmeldung zur Verfügung. Sämtliche Belege rund um die Schäden können dort mit hochgeladen werden.

Beachten Sie bitte: Sie müssen Schäden melden, bevor Sie beispielweise Aufträge an Handwerksbetriebe zur Schadensbeseitigung vergeben. Auch müssen Sie vor einer endgültigen Reparatur Ihrer Versicherung einen Kostenvoranschlag einreichen und diesen genehmigen lassen. Entsorgen Sie keinesfalls beschädigte Gegenstände beispielsweise Möbel. Diese müssen Sie für die Versicherung zum Schadensnachweis vorerst aufbewahren. Mieter sollten sich im Schadenfall ebenfalls unverzüglich an ihren Vermieter wenden.

Gut zu wissen: Schäden am Haus durch Starkregen oder Überschwemmung sind über die Wohngebäudeversicherung mit erweitertem Naturgefahrenschutz bzw. Elementarschutz abgedeckt. Auch Mieter können in ihrer Hausratversicherung Elementargefahren einschließen lassen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Versicherungsschutz ausreichend ist, finden Sie hier eine Checkliste zum Schnelltest.

Zum Schluss: Vermeiden Sie riskante Rettungsversuche!
Das Wertvollste ist Ihr Leben und Ihre Gesundheit sowie das Leben anderer. Vermeiden Sie riskante Aktionen, um Hab und Gut zu sichern. Denn dafür sind Versicherungen ja da, um finanzielle Schäden in Grenzen zu halten. Versicherer sind übrigens auch dafür da Schäden zu verhindern, zum Beispiel durch Unwetterwetter-Warnungen per MehrWetter-App.

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