Das ändert sich 2018 für Autofahrer

von • 27.12.2017 • Allgemein, TippsComments (0)1154

Mobilität verändert sich und so ändern sich auch regelmäßig die Vorschriften im Straßenverkehr. Was auf die Autofahrerinnen und Autofahrer im Jahr 2018 zurollt:

Abgasuntersuchung am Endrohr statt im Bordcomputer
Dem schädlichen Auspuffmief geht es zu Jahresbeginn an den Kragen: Denn ab 1. Januar  wird bei der Abgasuntersuchung (AU) die sogenannte Endrohrmessung Pflicht. Das heißt, die Abgase aller Autos werden mit einer Sonde im Auspuffrohr gemessen. Bisher konnte darauf verzichtet werden, sobald die Onboard-Diagnose keinen Fehler auswies. Sollte die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktionieren oder manipuliert worden sein, ist das mit dieser Messart für die Prüfer besser zu erkennen.

Neue Kennzeichnung für Winter- und Ganzjahresreifen
Augen auf beim Reifenkauf: Ebenfalls ab 1. Januar dürfen nur noch Reifen mit dem sogenannten Alpine-Symbol (eine Schneeflocke vor einem Berg) als Winter- und Ganzjahresreifen verkauft werden. Diese Kennzeichnung garantiert verbindliche Qualitätskriterien. M+S Reifen (für Matsch & Schnee) gelten damit als nicht mehr ausreichend. Jedoch gibt es hier für alle Nutzer von M+S Reifen eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024, sofern die Reifen intakt sind und das nötige Profil besitzen. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen ohne oder mit abgefahrenen Winterreifen unterwegs ist, muss ab 2018 mit einem höheren Bußgeld von 75 Euro (bisher 60 Euro) rechnen.

Elektronisches Notrufsystem eCall wird Pflicht
Sicherheit fährt mit: Bei einem schweren Unfall sind Fahrer oder Insassen oft so schwer verletzt, dass sie nicht selbst zum Handy greifen können. Deshalb müssen ab 31. März  Neuwagen EU-weit mit einem automatischen Notruf-System eCall (emergency call) ausgestattet sein. Die Technik verfügt über einen GPS-Empfänger zur Ermittlung der Position sowie eine Mobilfunkeinheit zum Senden der Daten und zum Telefonieren mit der Notrufzentrale. Besitzer älterer Autos ohne serienmäßiges eCall-System können den kleinen Lebensretter mit einem Unfallmeldestecker nachrüsten.

Neue Abgastests – höhere Kfz-Steuer möglich
Wichtiges Datum für Neuwagenkäufer: Ab dem 1. September werden Kraftstoffverbrauch und Abgaswerte von Neuwagen mit dem WLTP-Zyklus (Worlwide Harmonized Light Duty Test Procedure) gemessen. Die Ergebnisse sind realistischer, der Verbrauch und der CO2-Ausstoß wird in den meisten Fällen höher sein – was wiederum eine höhere Kfz-Steuer nach sich zieht. Denn während der bisher verwendete NEFZ-Zyklus (Neue Europäische Fahrzyklus) nur einen 20-minütigen Test mit niedrigen Geschwindigkeiten vorsah, werden beim WLTP-Verfahren 30 Minuten lang vier verschiedene Geschwindigkeitsprofile getestet.

Ausführlichere Informationen zu den Änderungen für Autofahrer finden Sie hier und Ansprechpartner für Fragen hier.

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