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Internationaler Kindertag: An den Schutz von Kindern denken

von • 31.05.2018 • Allgemein, TippsComments (0)341

Im Juni rücken besonders Kinder in den Fokus der Aufmerksamkeit.Traditionsgemäß wird am 1. Juni im Osten Deutschlands der Internationale Kindertag gefeiert. Kleine Geschenke und Festivitäten machen den Tag für die Jüngsten zu etwas Besonderem. Gleichzeitig bildet er den Rahmen, um auf die Bedürfnisse, die Schutzbedürftigkeit und die Rechte von Kindern hinzuweisen.

Ein Anliegen, dem sich auch die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ (BAG) verschrieben hat. Seit 2000 führt sie regelmäßig am 10. Juni den Kindersicherheitstag durch. In diesem Jahr heißt das Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ und stellt Unfallgefahren für Kinder im häuslichen Umfeld in den Mittelpunkt.

Durch Unfälle sind Kinder am meisten gefährdet
Bis aus kleinen Leuten große Leute werden, tragen die Eltern eine hohe Verantwortung und haben manch schlaflose Nacht. Sicher, behütet und unversehrt sollen die Kinder heranwachsen. Ein Land wie Deutschland bietet dafür gute Rahmenbedingungen. Die größten Gesundheitsrisiken für Kinder und Heranwachsende bergen deshalb Unfälle.

Eltern fürchten vor allem, dass ihre Kinder Opfer von Verkehrsunfällen werden. Die Gefahr von Unfällen zu Hause und in der Freizeit wird dagegen meist unterschätzt. Das geht aus Daten der GfK Finanzmarktforschung von 2012 hervor, die Eltern zum Thema „Wie gefährdet ist mein Kind?“ befragte.

Statistiken zeigen, 60 Prozent aller Kinderunfälle ereignen sich zu Hause – viermal mehr als im Straßenverkehr. Stürze gelten in der Küche und im übrigen Haus als größtes Risiko. Die meisten Kinder verletzen sich dabei am Kopf.

Gefahrenquellen für Kinder

Wann sind Kinder bei Unfällen abgesichert?

Tageseinrichtungen

  • Kleinkinder sind während des Besuchs einer Tageseinrichtung gesetzlich unfallversichert. Die Tageseinrichtungen müssen staatlich anerkannt sein und der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern dienen. Hierzu zählen Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagesstätten.
  • Kinder sind auch während der Betreuung durch geeignete Tagespflege-Personen versichert. Geeignet heißt: das zuständige Jugendamt hat dies entsprechend festgestellt.
  • Kinder sind in diesen Einrichtungen bei allen mit der Betreuung verbundenen Aktivitäten und auf den dafür notwendigen Wegen versichert. Beispielsweise zählen hierzu auch Aktivitäten der Tageseinrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten oder an anderen Orten, wie Wanderungen, Ausflüge, Besichtigungen, Sportfeste, Feiern, Theaterbesuche.

Schulen

  • Für Schulkinder und junge Leute gilt der gesetzliche Unfallschutz für den Besuch einer allgemein- oder berufsbildenden Schule. Hierzu zählen die Zeiten während des Unterrichts, in den Pausen und bei Schulveranstaltungen wie Ausflügen, Wandertagen oder Klassenfahrten sowie Tätigkeiten der Schülermitverwaltung.
  • Schutz gilt auch für die Teilnahme an schulischen Arbeitsgemeinschaften und Betreuungsmaßnahmen unmittelbar vor oder nach dem Unterricht sowie der Besuch von Interessen- oder Förderungsgruppen.
  • Es zählen die Wege zwischen Wohnung und Schule oder dem Ort, an dem eine Schulveranstaltung stattfindet wie Sportplatz oder Museum dazu.
  • Nicht gesetzlich versichert sind prinzipiell private Unterbrechungen auf dem Weg zur Einrichtung oder zurück nach Hause (Einkauf), Umwege aus privaten Gründen oder private Aktivitäten auf dem Gelände der Tageseinrichtung.

Für die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind jeweils die Unfallkassen der Bundesländer zuständig.

Wann greift kein Versicherungsschutz?
Außerhalb von Kindergarten oder Schule sind Kinder gar nicht finanziell abgesichert. Im Fall der Fälle greift hier nur eine private Kinder-Unfallversicherung. Eine private Kinder-Unfallpolice versichert Unfälle, die sich im Straßenverkehr, im Haushalt und Garten, bei Spiel und Sport in der Freizeit ereignen. Gerade bei dauerhaften Gesundheitsschäden bietet die Versicherung eine wirksame finanzielle Unterstützung. Dazu zählen vor allem vereinbarte Invaliditätsleistungen und Unfallrenten. Einige Versicherer eröffnen die Möglichkeit, Kinder in der Unfall-Police der Eltern günstig mitzuversichern.

An eine private Unfall-Absicherung von Kindern sollte man beizeiten denken. Die Gfk-Erhebung zeigt, über 50 Prozent der Kinder, die verunglücken, sind jünger als sechs Jahre. Übrigens ist es möglich, dass beispielweise auch Großeltern ihre Enkelkinder versichern können. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie das tun können, finden Sie hier die entsprechende Unterstützung.

Nostalgische Randnotiz
Übrigens anlässlich des 1. Kindertages 1950 in der damaligen DDR wurde in Dresden die Kindereisenbahn, die spätere Pioniereisenbahn und heutige Parkeisenbahn, eröffnet. Mit ihr zu fahren war oftmals Tradition zum Kindertag und ein Kinder-Highlight. Das ist es für Kleine und Große bis heute.

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