Kindersitz – wichtiger Begleiter im Auto für die Kleinsten

von • 27.09.2017 • Allgemein, TippsComments (0)694

Den richtigen Kindersitz für die jüngsten Familienmitglieder zu finden, ist nicht unbedingt einfach. Laut Gesetz müssen Kinder bis 12 Jahre oder mit einer Körpergröße kleiner als 1,50 Meter einen Kindersitz nutzen. Eltern sehen sich mittlerweile mit einer Fülle an Modellen konfrontiert, die sich nicht nur im Preis, sondern auch in der Qualität unterscheiden. Wie findet man aber nun den passenden Sitz für den Nachwuchs?

Wichtig bei der Wahl des Kindersitzes ist das Gewicht des Kindes, nicht die Größe oder das Alter. Achten Sie dazu auf das Prüfsiegel am Sitz. Ist der Sitz aktuell, zeigt das Prüfsigel ein E für Europa und die Prüfnummer beginnt mit 04, nach der aktuellen Prüfnorm ECE R44/04. Benutzt, aber nicht verkauft werden, dürfen auch noch Kindersitze, deren Prüfnummer mit 03 beginnen. Das Prüfsiegel zeigt die jeweilige Gewichtsklasse, für die der Sitz konzipiert ist. Insgesamt gibt es drei Abstufungen.

Für Säuglinge bis 10 Kilogramm Gewicht eignet sich die Abstufungsgruppe 0 bzw. bis 13 Kilogramm die Gruppe 0+. Dazu gehören die Babyschalen, die immer entgegen der Fahrrichtung im Auto montiert werden. Das klappt mit den serienmäßig vorhandenen Drei-, Fünf- oder Sechspunktgurt bzw. dem Sicherungssystem ISOFIX. Die rückwärts gerichteten Schalen können im Ernstfall die Aufprallkräfte besser abfangen und schützen deshalb insbesondere den Hals-, Rücken- und Kopfbereich. Es ist ratsam, möglichst spät auf das nächstgrößere Modell umzusteigen. Der Sitz kann benutzt werden, bis der Scheitel des Kindes gerade noch nicht über den Rand herausragt.

Für Kinder von 9 Kilogramm bis 18 Kilogramm eignet sich die Abstufungsgruppe 1. Meist besitzen die Sitze in dieser Gruppe Hosenträgergurte. Der Vorteil, der Nachwuchs hat relativ viel Bewegungsfreiheit. Achten Sie jedoch darauf, dass die Träger straff sitzen, damit Ihr Kind optimal gesichert ist. Außerdem gibt es auch Sitze mit Fangkörpersystemen. Dabei befindet sich ein Tisch vor dem Bauch des Kindes. Welches Modell besser zu Ihren Bedürfnissen passt, können Sie im Fachhandel erfragen.

Kinder ab 15 Kilogramm bis 25 Kilogramm benötigen Sitze der Gruppe 2. Von 22 Kilogramm bis 36 Kilogramm werden Sitze der Gruppe 3 benutzt. Bei beiden Gruppen sind es besonders Sitzerhöhungen mit Rücken- oder Schlafstütze, die meist mit einem Dreipunktgurt in Fahrtrichtung gesichert werden. Achten Sie am besten darauf, dass dieser über eine Schulterspange verläuft. So sitzt er richtig über der Schulter und verläuft nicht zu nah am Hals. Im Beckenbereich muss der Gurt so sitzen, dass er im Bauchraum nicht verrutschen oder Ihr Kind herausrutschen kann.

Informieren Sie sich vor dem Kauf über Testurteile der einzelnen Modelle und führen Sie beim Händler unbedingt eine Einbauprobe durch. Nicht jeder Sitz passt gleich gut in jeden PKW. Achten Sie darauf, den Sitz stramm und standsicher in Ihr Auto einzubauen. Bei Sitzen die rückwärtsgerichtet eingebaut werden, empfehlen wir unbedingt die Gurtlänge auszutesten. Beachten Sie auch, dass rückwärtsgerichtete Sitze nur auf dem Vordersitz eingebaut werden dürfen, wenn der Airbag deaktiviert wurde. Ganz wichtig, lassen Sie Ihr Kind Probe sitzen, schließlich muss es sich wohlfühlen.

Und wenn Sie einen gebrauchten Sitz kaufen wollen? Dann achten Sie unbedingt auf das aktuelle Prüfsigel, das heißt die Prüfnummer beginnt mit 04. Nehmen Sie außerdem den Bezug ab und überprüfen Sie den Sitz auf Risse, Beschädigungen oder Verformungen. Falls es keine Beanstandungen gibt, spricht nichts gegen einen Gebrauchtkauf.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Auswahl und eine gute Fahrt. Achten Sie auch darauf, dass Sie und Ihre Familie ausreichend abgesichert sind. Alle Informationen zur Autoversicherung bekommen Sie hier und bei Ihrem Berater oder Ihrer Sparkasse vor Ort.

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