Sparkassen-Versicherung Sachsen - Die Kfz Regionalklassen 2019

Kfz-Versicherung: Die Regionalklassen 2019

von • 13.09.2018 • Allgemein, TippsComments (0)917

Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden? Wo kracht es nur selten? Jedes Jahr berechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland. Diese Bezirke teilt er dann in die Regionalklassen ein. Allerdings fließt nicht der Ort, wo ein Schaden entstanden ist, in das Zahlenwerk ein, sondern der Wohnort des Versicherten. Sie wohnen in … schauen Sie nach, welche Regionalklasse Sie haben.

Regionalklassen 2019: Änderungen  in der Kfz-Haftpflichtversicherung

Rund 11 Millionen Autofahrer sind von einer Änderung der Regionalklasse 2019 in der Kfz-Haftpflicht betroffen:

  • Rund 5,4 Millionen Autofahrer in 63 Bezirken profitieren zukünftig von besseren Regionalklassen.
  • Rund 5,5 Millionen Fahrer in 55 Bezirken werden heraufgestuft. Dadurch könnte ihre Kfz-Versicherung teurer werden.
  • Für knapp 30 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte in 295 Zulassungsbezirken bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres.

Regionalklassen 2019: Änderungen in der Kasko-Versicherung

Hier sind nur rund 5 Millionen Autofahrer von einer Änderung betroffen:

  • Rund 2,5 Millionen Versicherte bekommen eine niedrigere (günstigere) Regionalklasse.
  • Ca. 2,3 Millionen werden in höhere (ungünstigere) Regionalklassen eingestuft.
  • Für knapp 30 Millionen der über 35 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten ändern sich die Regionalklassen nicht.

Regionalklassen 2019: Änderungen für Sachsen

Sächsische Autofahrer können sich freuen: Zehn Prozent der Vollkasko- und 25 Prozent der Teilkaskoversicherten rutschen in eine bessere Regionalklasse. Niemand wird heraufgestuft. In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist das Ergebnis uneinheitlich: In Bautzen und Chemnitz gelten künftig höhere, im Bezirk Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und in Dresden niedrigere Regionalklassen. Die beste Schadenbilanz erreichten wie im Vorjahr die Autofahrer aus Görlitz und Mittelsachsen. In Leipzig war die Schadenbilanz am schlechtesten.

Falls Sie an den Zahlen der anderen Bundesländer interessiert sind, klicken Sie hier.

Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung weißt die Uckermark in Brandenburg auf – hier waren die Schäden fast ein Drittel niedriger als im bundesweiten Durchschnitt. Die schlechteste Schadenbilanz hatte Berlin, wo die Schäden rund ein Drittel höher waren als im Bundesdurchschnitt.

Wie funktioniert die Regionalklasse?

Die Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz einer Region wider. In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird die Schadenhäufigkeit in erster Linie von der Fahrweise der Nutzer beeinflusst. Maßgeblich sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen.

In der Kaskoversicherung fließen regionale Besonderheiten ein. Das sind z. B.: das Schadenaufkommen, die Diebstahlhäufigkeit oder die Sturm- und Hagelschäden in einer Region. Maßgeblich sind also die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden.

Regionalklassen und Versicherungsbeitrag

Die Zahlen des GDV sind für die Versicherer unverbindlich. Sie dienen ihnen jedoch als eine Berechnungsgröße für die Kfz-Versicherungsbeiträge. Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Daneben fließen zahlreiche, weitere Tarifmerkmale in die Berechnung der Prämie ein. Deshalb lassen sich allein aus der Änderung der Regionalklassen keine Rückschlüsse auf die Entwicklung des Versicherungsbeitrages für die Autoversicherung ziehen. Weitere Berechnungsgrößen sind u. a.:

  • Art des Fahrzeuges (Typklasse)
  • der aktuelle Schadenfreiheitsrabatt (Anzahl der schadenfreien Jahre)
  • Alter und Anzahl der Fahrer (Nutzeralter und Nutzerkreis)
  • Fahrzeugalter beim Kauf (Neuwagen, junger Gebrauchter oder älter)
  • jährliche Kilometerleistung
  • Werkstattbindung (das Nutzen einer Partnerwerkstatt der Versicherung)
  • die Art der Beitragszahlung (Zahlung des gesamten Jahresbeitrages auf einmal ist am günstigsten)
  • Höhe der Selbstbeteiligung

Typklassen 2019

Die Typklassen spiegeln die Schaden- und Unfallbilanzen der in Deutschland zugelassenen Automodelle wider. Zur Berechnung der Typklassen werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Wurden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft. Umgekehrt funktioniert es genauso.

Nach der aktuellen Typenstatistik des GDV bleiben 2019 mehr als 70 Prozent der Fahrzeugtypen in der Kfz-Haftpflicht unverändert. In der Voll- und Teilkasko bleiben zwischen 50 und 60 Prozent unverändert.

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