Interview: Viel Herzblut für den Firmennachwuchs

von • 14.12.2017 • Allgemein, Karriere, PersönlichesComments (0)1925

Knochentrocken, behäbig und langweilig – so stellt sich wohl mancher ein Versicherungsunternehmen vor. Die Interessenten für den Ausbildungsberuf des Kaufmanns für Versicherungen und Finanzen oder für den Dualen Studiengang Versicherungsmanagement registrieren jedoch schon im Assessment Center, dass bei allem nötigen Ernst auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Für eine Atmosphäre zum Wohlfühlen sorgen u. a. Carola Roth als Ausbildungsbeauftragte und Antje Zschill als Trainerin. Beide arbeiten im Personalmanagement und betreuen seit vielen Jahren engagiert den Firmennachwuchs. Im Interview erzählen sie uns, was ihren Job so besonders macht.

Hallo Carola, hallo Antje. Was liebt ihr an eurer Arbeit im Ausbildungsbereich?

Carola:
Das Schöne am Thema Ausbildung ist für mich, dass wir mit unserer Arbeit junge Menschen entwickeln und fördern können. Wir formen sie in dem Sinne, ihre Talente zu entdecken und diese dann richtig im Berufsleben einzusetzen. Diesen Prozess haben wir von Anfang bis Ende selbst in der Hand und können ihn aktiv gestalten.

Antje:
Als Trainerin mit unserem Nachwuchs zu arbeiten, macht mir mit jedem Jahrgang aufs Neue großen Spaß. Das sind zwar schon gestandene junge Persönlichkeiten, aber gleichzeitig sind sie noch so herrlich unverbraucht, neugierig und für vieles einfach offen. Erfahrung und Wissen weitergeben zu können, ist für mich etwas Schöpferisches.

Welche persönlichen Eigenschaften müsst ihr für diesen Tätigkeitsbereich mitbringen?

Antje:
Man muss schon Interesse und Freude daran haben, mit Menschen umzugehen und – ganz wichtig – man muss zuhören können. Das alles zahlt darauf ein, eine positive Bindung zum Unternehmen aufzubauen. Uns ist wichtig, den Nachwuchs nicht nur auszubilden, sondern darüber hinaus im Haus zu halten.

Carola:
Die Fähigkeit, sich auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten unserer Auszubildenden und Studenten einstellen zu können, ist essenziell. Weil man nur so individuell auf sie eingehen kann. Hin und wieder ist der Umgang mit jungen Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung stehen, eben auch ein Balanceakt. Bei Problemen beispielsweise bedeutet das, menschlich und verständnisvoll zu reagieren aber gleichzeitig auch klare Grenzen zu setzen.

Antje:
Man ist nicht nur Trainer sondern auch so etwas wie ein Moderator und sollte Leistungsanforderungen so vermitteln, dass sie akzeptiert werden und nicht abschrecken.

Würdet Ihr sagen, die heutige Generation Y ist anders? Was sind Eure Erfahrungen mit den unterschiedlichen Generationen, die ihr schon betreut habt?

Antje:
Die jungen Menschen sind heute definitiv aus ihrem Elternhaus gewöhnt, ein hohes Mitspracherecht zu haben. Das ist für sie selbstverständlich. Und ein „sich wohlfühlen“ ist für sie ein wichtiger Aspekt, der zur Arbeit dazugehören muss. Möglichkeiten, sich entfalten und aktiv einbringen zu können, bestimmen diesen Wohlfühlfaktor sehr stark.

Carola:
Hinzu kommt nach meiner Beobachtung ein Bedürfnis nach Sicherheit und Klarheit z. B. wie es weitergeht. Gleichzeitig ist das eine Generation, die sich zum einen sehr individualisiert und zum anderen auch wieder „häuslicher“ ist. Familie und Privatem wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Insgesamt stellen wir fest: Unser Nachwuchs ist engagiert, ehrgeizig und es herrscht eine gute Grundstimmung.

Ihr könnt im Ausbildungsprozess viel gestalten. Worauf legt ihr neben der Vermittlung von Fachwissen Wert?

Carola:
Wir haben viele Maßnahmen in Ausbildung und Studium integriert, die Teamgeist, Kreativität und die Entwicklung persönlicher Kompetenzen fördern. Das findet z. B. in Projekten statt oder in gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten. Hier lassen wir uns immer wieder etwas Neues einfallen. Gleichzeitig stärken solche Aktivitäten das „Wir-Gefühl“ im Ausbildungsjahrgang. Es gibt darüber hinaus aber auch Maßnahmen wie das Fahrsicherheitstraining, das jeder Jahrgang komplett absolviert.

Antje:
Gute Erfahrungen haben wir mit unserem Konzept gemacht, den Nachwuchs schnell in die „echte“ Praxis zu bringen sprich ins Kundengespräch. Damit übertragen wir ihm schon sehr früh Verantwortung. Und die ist enorm, denn wir setzen als Unternehmen den Maßstab einer ganzheitlichen Kundenberatung an, die über reines Produktwissen weit hinausgeht. Unsere Agenturen, deren Vertriebsnachwuchs wir ja auch ausbilden, bringen zum Glück den jungen Menschen das dafür notwendige Vertrauen auch entgegen.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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