Was ist eine gesunde Ernährung für Kinder?

von • 18.10.2017 • Allgemein, TippsComments (0)522

Kennen Sie auch den Begriff ‚Babyspeck‘, mit dem man liebevoll ein paar Kilos zu viel bei Kindern bezeichnet. Eigentlich verwachsen sich diese mit der Zeit, oft sind sie mittlerweile aber auch ein Anzeichen für Übergewicht. Die Ursachen können vielfältig sein, aber meist stecken falsche Lebens- oder Essgewohnheiten dahinter.

Wie weiß ich, ob mein Kind Übergewicht hat?

Perzentilen- oder Wachstumskurven zeigen, ob das Gewicht Ihres Kindes altersgerecht ist. Am besten kann diese Ihr Haus- oder Kinderarzt bestimmen und Ihnen dabei weiterhelfen herauszufinden, ob Ihr Kind an Übergewicht leidet. Die Wachstumskurven zeigen die jeweiligen altersgerechten Werte des Body-Maß-Index an. Mehr Informationen finden Sie auch hier.
Errechnet wird der Body-Maß-Index folgendermaßen: Dividieren Sie das Gewicht (in Kilogramm) durch die Größe (in Metern) im Quadrat. Bsp.: Das Kind wiegt 40 kg und ist 1,40 m groß. Sie rechnen 40 / (1,4 x 1,4). Der BMI beträgt 20,4.

Wie entsteht Übergewicht?

Für Überwicht kann es viele Gründe geben. Zum einen kann die Genetik eine Rolle spielen, aber meist sind es eher schlechte Lebens- und Essgewohnheiten, die Übergewicht bedingen. Take-Away und Fast Food werden immer beliebter, während sich viele keine Zeit mehr nehmen, Zuhause selbst zu kochen. Dazu wird nicht mehr gemeinsam gegessen, weil auch hier die Zeit fehlt. Wenn dann noch die Bewegung fehlt, weil die Kinder viel mit dem Auto chauffiert werden und oft vor dem Fernseher oder dem Computer etc. sitzen, kann es schnell passieren, dass ein paar Kilos zu viel da sind.

Tipps für ein gesundes Gewicht

1. Kinder übernehmen viel von dem Verhalten, was Ihnen vorgelebt wird. Gehen Sie deshalb mit gutem Beispiel voran. Geben Sie sich und Ihrer Familie so oft es geht die Zeit, den Tisch zu decken und gemeinsam Mahlzeiten zu genießen.

2. Kinder brauchen über den ganzen Tag hinweg eine regelmäßige Energiezufuhr. Ein eingespielter Rhythmus im Tagesablauf ist daher besonders wichtig. Die drei Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittag- und Abendessen sollten immer eingehalten werden, um Heißhunger vorzubeugen.

3. Sorgen Sie für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Dabei sollten Kohlenhydrate, also Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Obst usw. 50 bis 55 Prozent ausmachen.

4. Denken Sie daran, das Auge isst mit. Gestalten Sie Mahlzeiten kindgerecht oder lassen Sie Ihre Kinder bei der Gestaltung des Speiseplans auch mal mitbestimmen. Auch beim Kochen und Einkaufen können Kinder mit einbezogen werden. Dadurch erlernen sie gleichzeitig einen selbstverständlichen Umgang mit natürlichen Lebensmitteln.

5. Essen muss schmecken und soll Spaß machen. Denken Sie daran, denn gerade mit Zwang und Verboten erreichen Sie bei Kindern wenig.

6. Würzen Sie lieber mit frischen Kräutern, statt mit Salz und Zucker.

7. Achten Sie auf versteckten Zucker und Fett in Fertigspeisen. Dazu gehören nicht nur Fast Food, das in Maßen genossen werden sollte, sondern auch Limos und Säfte sowie jegliche Art von Fertiggerichten, die Sie im Supermarkt kaufen können.

8. Achten Sie auf genügend Bewegung, denn für jeden gibt es den geeigneten Sport, der Spaß macht! Egal ob Radfahren oder Tischtennis, wichtig ist, dass der Stoffwechsel angeregt wird.

9. Beschränken Sie die Zeit vor Fernseher oder Spielkonsole oder am Handy bzw. Tablet. Das sind reinste Fettmagneten, da man besonders bei diesen Tätigkeiten dazu neigt, nebenbei zu ‚knabbern‘. Unser Tipp, führen Sie gesunden Knabberkram, wie Möhrensticks statt Kartoffelchips ein.

10. Geben Sie Ihren Kindern die Möglichkeit, über den Tag genug zu trinken. Am besten eignen sich dafür Wasser, gerne auch mit ein paar Zitronenscheiben für den Geschmack oder ungesüßte Tees. Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke, wie Limo, aber auch Milch und Säfte sollten nur in Maßen genossen werden.

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