Der richtige Erkältungsschutz im Herbst

von • 05.10.2017 • Allgemein, TippsComments (0)583

Im Herbst wird es draußen wieder ungemütlich und das Erkältungsrisiko steigt. Gut also, wenn man weiß, wie man sich schützen kann.

Wie entsteht eine Erkältung?

Erkältungsviren werden über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Das kann passieren, wenn der Kranke z.B. in einer Menschenansammlung niest oder hustet. Dabei wissen viele nicht, dass die Tröpfchen noch in einer Entfernung von 12 Metern ansteckend sein können. Gerade in den kälteren Monaten im Jahr passiert dies häufiger, denn dann sind wir ‚enger‘ zusammen. Das heißt, mehr Menschen fahren z.B. Straßenbahn, Bus und Zug, anstatt Fahrrad.

Außerdem übertragen sich die Viren auch über verschmutzte Oberflächen, die wir mit den Händen anfassen. Das kann die Computertastatur oder der Küchentisch Zuhause sein. Achten Sie deshalb besonders auf Ihre Hände. Das liegt daran, dass wir am Tag ungefähr 300 bis 400 Mal unsere Nase und Mund mit unseren Händen berühren. Dadurch wird die Infektion übertragen. Das beste Mittel, um dem vorzubeugen, ist häufiges Händewaschen oder Desinfizieren. Achten Sie auch darauf, Türen in öffentlichen Gebäuden ohne Handkontakt zu öffnen.

Wenn der Hals anfängt zu kratzen

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass der Hals irgendwann anfängt zu kratzen, die Nase juckt und der Kopf sich leicht benebelt anfühlt.
Wenn Sie diese Symptome fühlen, ist eine Erkältung im Anmarsch. Dann ist aber noch nicht alles verloren und das Schlimmste eventuell noch abzuwenden.
Versuchen Sie es zum Beispiel direkt mit einer Schwitzkur. Dafür zwei Tassen Lindenblütentee oder heißen Holundersaft trinken, danach mit Wärmeflasche unter die dicke Bettdecke kriechen und ausgiebig schwitzen. Zum Schluss umziehen, ordentlich ausschlafen und schauen, ob es Ihnen mit ein bisschen Glück am nächsten Tag wieder gut geht. Erfahrene Saunagänger können es auch mit einem leichten Saunagang versuchen. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann die Sauna helfen. Danach nicht kalt sondern nur lauwarm abduschen.

Wenn die Erkältung zuschlägt

Und manchmal ist es eben doch passiert, man hat eine richtige Erkältung. Dann muss man nicht gleich die chemische Keule schwingen, sondern kann auch erstmal auf natürliche Weise versuchen wieder gesund zu werden.

Zum Beispiel mit einem Gesundheitsbad. Dafür mischen Sie jeweils 100 Gramm getrockneten Thymian, Oregano und Majoran in einem Topf und übergießen es mit zwei Litern heißem Wasser. Die Mischung lassen Sie eine viertel Stunde ziehen und gießen es dann in die gefüllte Badewanne. Alternativ gibt es Erkältungsbad bereits fertig im Fachhandel und in der Apotheke zu kaufen. Im Anschluss daran 20 Minuten entspannen und ab ins Bett.

Ein besonders guter Helfer bei Erkältung ist auch die Zwiebel, da sie entzündungshemmend wirkt und Krankheitserreger abtötet. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Am besten bekannt ist der Zwiebelsaft bei Husten. Dafür die Zwiebel klein schneiden, mit heißem Wasser übergießen und Honig süßen. Danach etwas abkühlen lassen und Esslöffelweise trinken.

Ebenfalls antibakteriell und entzündungshemmend wirkt Ingwer, weshalb sich dieser auch besonders gut als Helfer bei einer Erkältung eignet. Zusätzlich nützt die Schärfe des Ingwers, den Körper von innen aufzuheizen und die Durchblutung anzuregen. Für einen Ingwertee ein Stück Ingwerwurzel schälen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend mit heißem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und bei Bedarf mit Honig süßen.

Bei Husten oder Halsschmerzen hilft auch Erkältungstee aus Thymian. Einfach Thymian mit heißem Wasser aufgießen und langsam trinken oder mit lauwarmen Tee gurgeln. Genauso gut eignen sich übrigens Anis und Salbei für Erkältungstees.

Zusätzlich zum Tee hilft auch eine selbstgemachte Hühnerbrühe. Diese sorgt dafür, dass bestimmte Blutkörperchen, die für Entzündungsprozesse verantwortlich sind, blockiert werden. Die Zubereitung ist relativ einfach. Ein Hühnchen mit Zwiebeln, Kartoffeln, Sellerie, Möhren und Petersilie mindestens drei Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen und abschmecken, schon ist die Brühe fertig.

Das vielleicht lästigste Übel bei einer Erkältung ist die verstopfte Nase, besonders wenn sich außerdem eine Nasennebenhöhlenentzündung dazu gesellt. Eine Nasendusche mit Salzwasser kann dem vorbeugen, da sie alles aus der Nase spült, was nicht in die Nase gehört. Sie ist auch schonender als Nasenspray. Alle Utensilien für eine Nasendusche erhalten Sie in jeder Apotheke.

Übrigens, selbst mit den richtigen Mitteln geht eine Erkältung leider nicht schneller vorbei. Es werden nur die Symptome bekämpft. Bereits eine alte Regel besagt, dass eine Erkältung drei Tage kommt, drei Tage bleibt und drei Tage geht. Um die Ursache, eine Schleimhautentzündung zu kurieren, hilft nur Schlafen, Schonung und Ruhe.

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