Wieso ist erholsamer Schlaf so wichtig für uns?

von • 22.06.2017 • Allgemein, TippsComments (0)603

Wer dauerhaft schlecht oder wenig schläft, belastet seinen Körper und seine Seele extrem. Die Folgen sind nicht selten Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nach aktuellen Studien können besonders Menschen, die im Durchschnitt weniger als sechs Stunden schlafen, eine Zuckerwechselstörung entwicklen. Forscher haben ebenfalls herausgefunden, dass auch dauerhaftes Licht unseren Schlaf negativ beeinträchtigen und sogar Auswirkungen auf unsere Knochen und Muskeln haben kann.

Warum wirkt Licht negativ auf unseren Schlaf?

Viele von uns unterschätzen die Bedeutung des Lichts für unseren Schlaf. Als Mensch sind wir ganz natürlich vom Hell-Dunkel-Rhythmus abhängig. Wenn es draußen dunkel wird, bildet unser Körper das Schlafhormon Melatonin. Wird es wieder hell draußen, geht die Hormonproduktion zurück und wir werden wach. Bleibt es über Nacht hell, wirkt das störend auf unseren Schlaf. Das sollte gerade bei Kindern nicht unterschätzt werden. Nachweislich hat ebenfalls die Nutzung von Smartphones, Tablets oder Computern am Abend und kurz vorm Schlafen kann einen negativen Einfluss. Durch den Blaulichtanteil der Bildschirme wird dem Körper signalisiert, dass noch nicht geschlafen werden soll, da es noch hell ist. Dem Körper wird also suggeriert, dass man noch gar nicht müde ist. Deshalb sollten Sie diese Geräte, sowie Ihren Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannen. Den besten Schlaf hat man übrigens, wenn es ganz stockdunkel ist!

Warum ist dauerhafter Schlafmangel ein Problem?

Ein ebenso großes Problem, wie störendes Licht für den Schlaf ist zu wenig Schlaf. Die Betroffenen fühlen sich oft schlapp und kraftlos. Als Ausgleich essen sie oft viel mehr als eigentlich nötig oder bekommen Heißhungerattacken, oft auf Süßes. Die Folge sind Gewichtzunahme und ein höheres Risiko eine Zuckerwechselstörung zu entwicklen. Forscher haben mittlerweile herausgefunden, dass Schlaf und Hunger direkt zusammenhängen. Hat der Mensch Schlafmangel, ist dies Stress für das Gehirn. Einen wichtigen Einfluss auf das Gehirn haben in diesem Fall die Hormone Insulin, Glukagon, Ghrelin und Leptin. Ghrelin signalisiert dem Gehirn das Hungergefühl, Leptin informiert unser Gehirn über unsere vorhandenen Energiereserven, Insulin und Glukagon sind für die Regulierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Bei zu wenig Schlaf produziert der Magen vermehrt das Hormon Ghrelin, selbst wenn er nicht leer ist. Dadurch signalisiert er dem Gehirn ständig Hunger und man isst vermehrt. Durch Schlafmangel verringert sich der Leptinspiegel im Körper und signalisiert dadurch, dass die Fettreserven im Körper aufgefüllt werden müssen, auch wenn dem nicht so ist. Der Betroffene ist noch mehr.
Letztendlich wird durch Schlafmangel auch weniger Glukagon und mehr Insulin als normal produziert. Dies kann im schlimmsten Fall zu Diabetes führen.

Was kann bei Schlafmangel helfen?

Besonders wenn der Schlafmangel durch Schlaflosigkeit erzeugt wird, ist es ein Teufelskreis für die Betroffenen. Denn der Schlafmangel erzeugt Stress, was es letzten Endes noch schwieriger macht, in den erholsamen Schlaf zu finden.
Ganz wichtig ist es für diese Menschen, Mechanismen zur Entspannung zu entwickeln. Das kann ruhige Musik sein, gezielte Entspannungsübungen, Sport, nur den Fernseher sollten Sie lieber auslassen. Achten Sie auch darauf, am Abend nur noch leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um Ihr Verdauungssystem nicht mehr zu belasten. Ebenso wichtig ist es, dass Ihr Schlafzimmer ein Platz ist, an dem Sie sich wohlfühlen. Im Idealfall erinnert nichts an Arbeit oder Stress. Und leisten Sie sich eine qualitativ hochwertige Matratze, bestenfalls punktelastisch, die bei Druck nachgibt.

Ebenso problematisch kann sich Schichtarbeit auf den Schlaf auswirken. Besonders Nacht- und Wechselschichten verursachen häufig Probleme. Oft sind ältere Menschen anfälliger als Jüngere. Sind die Arbeitsbedingungen Ursache für Schlafstörungen, ist es natürlich schwierig diese zu bekämpfen. Aber ein verändertes Schichtsystem, mit mehr Rücksicht auf die natürlichen Schlafrhythmen, kann unter Umständen bereits helfen.

Ein kleiner Tipp zum Schluss, viele Krankenkassen und Krankenversicherungen bieten ebenfalls Vorsorgeseminare bspw. zum Stressabbau an.

In diesem Sinne, lesen Sie vielleicht mal ein Buch heute Abend und schlafen Sie gut ein!

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