Das wird 2017 anders

von • 20.12.2016 • Allgemein, TippsComments (0)2308

Ab 2017 stehen wieder einige Neuerungen an. Die Wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Einkommen & Familie

Die Beitragsbemessungsgrenze (BMG) für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt nächstes Jahr im Osten auf monatlich 5700 Euro an. Liegt Ihr Einkommen über der BMG, müssen Sie keine Beiträge für die genannten Sozialversicherungen zahlen.

Im nächsten Jahr können besonders Arbeitnehmer und Familien mit steuerlichen Entlastungen rechnen. Der Grundfreibetrag steigt 2017 von 8652 Euro auf 8820 Euro. Für 2018 ist eine weitere Erhöhung auf 9000 Euro geplant. Auch das Kindergeld wird um monatlich 2 Euro erhöht. Der Kinderfreibetrag wird 2017 um 108 Euro auf 4716 Euro erhöht. Ebenfalls erhöht wird der Kinderzuschlag von 160 Euro auf 170 Euro monatlich. Des Weiteren sollen die Tarifeckwerte des Einkommenssteuertarifs bis 2018 ausgeweitet werden. Insgesamt wird dadurch mit einer steuerlichen Entlastungswirkung für alle von rund 6,3 Mrd. Euro jährlich gerechnet.

Hartz IV-Empfänger bekommen im neuen Jahr ebenfalls mehr Geld. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren erhöht sich der Regelsatz von 270 Euro auf 291 Euro. Jugendliche von 14 bis 18 Jahre erhalten eine Erhöhung auf 311 Euro. Erwachsene bekommen zukünftig 409 Euro. Für Paare gibt es ab 2017 statt 364 Euro nun 368 Euro.

Ab 2017 gelten neue Fristen für Ihre Steuererklärung. Diese muss dann erst zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt eingehen. Für Ihre Steuererklärung 2017 haben Sie dann folglich bis zum 31. Juli 2018 Zeit. Ebenfalls angepasst werden die Verspätungszuschläge. Zukünftig müssen Sie mit Ihrer Steuererklärung auch keine Belege mehr einreichen. Bei Bedarf kann das Finanzamt diese anfordern. Somit ändert sich die Belegvorlagepflicht zu einer Belegvorhaltepflicht.

Gesundheit

Die Pflegereform bringt im nächsten Jahr weitere Änderungen mit sich. Eingeführt werden fünf Pflegegrade. Bisher gab es drei Pflegestufen. Viele können durch die Umstellung mit monatlich mehr Geld rechnen. Gleichzeitig wird im stationären Bereich für alle Einrichtungen ein einheitlicher Eigenbetrag eingeführt.
Auch bei der Pflegeversicherung gibt es Änderungen. Der Beitrag wird um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent steigen. Kinderlose Versicherte müssen ab dem nächsten Jahr mit einem Beitragssatz von 2,8 Prozent rechnen.

Die bundeseinheitliche Beimessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2017 auf monatlich 4.350 Euro. Die Jahresarbeitsentgeldgrenze der Krankenversicherung wird 2017 bei 57600 Euro liegen. Diese Grenze bestimmt, bis zu welcher Höhe Arbeitnehmer Pflichtmitglied sind. Liegt das  Jahresarbeitsentgeld darüber, können sich Arbeitnehmer privat versichern.

Alter

Ab 2017 startet die Flexi-Rente. Das heißt alle, die vor 67 Jahren in Rente gehen, können sich ab dem neuen Jahr mehr dazu verdienen. Das Limit für Zuverdienste im Rentenalter lag bisher bei 6300 Euro. Dabei wurde die Rente stufenweise auf zwei Drittel, die Hälfte, ein Drittel oder bis Null gekürzt. Mit der Flexi-Rente ab 2017 ändert sich dies. Liegt Ihr Einkommen dann über 450 Euro monatlich oder 6300 Euro jährlich, wird dieses nur zu 40 Prozent auf Ihre Rente angerechnet. Weiterhin wird der Hinzuverdienstdeckel, also der höchste Wert des Bruttoverdienstes der letzten 15 Jahre, berücksichtigt.

Service

Der Reformationstag jährt sich am 31. Oktober 2017 zum 500. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums ist er nächstes Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag.

Wir hoffen die Informationen zu Änderungen im neuen Jahr sind hilfreich und wünschen Ihnen allen ein besinnliches Weihnachtsfest!

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