Sicher unterwegs mit Elektrofahrrädern

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Fahrradlenker

Bildnachweis: © ferkelraggae – Fotolia.com

Dresden, 12.04.2012. Immer mehr Radler lassen sich beim Fahren durch spezielle Elektromotoren unterstützen. Pedal Electric Cycle, kurz Pedelecs, heißen die beliebten Elekrofahrräder, die sich insbesondere durch die geltenden Rechts- und Sicherheitsvorschriften unterscheiden. Auf dem Markt werden vielfältige Varianten angeboten. Diese Vielfalt reicht von Pedelecs, die nur während des Tretens den Motor zuschalten, Elektrofahrräder, die eine sogenannte Anfahrhilfe besitzen sowie schnelle Pedelecs, die in Deutschland S-Pedelecs genannt werden.

 

Einfache „Pedelecs”
Pedelecs unterstützen den Fahrer während des Tretens mit einem maximal 250 Watt starken Elektromotor. Dadurch kann eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 25 km/h erreicht werden. Rechtlich stehen Pedelecs Fahrrädern gleich. Das heißt, sie dürfen ohne Führerschein gefahren werden und benötigen kein Versicherungskennzeichen. Außerdem gelten dieselben Vorschriften bzgl. der Radwegebenutzung: Pedelec-Fahrer müssen vorhandene Radwege nutzen. Für Pedelecs mit einer Anfahrhilfe bis 6 km/h wird mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung benötigt, falls der Fahrer nach dem 01. April 1965 geboren wurde. Es besteht für das Fahren der Elektro-Fahrräder keine Helmpflicht. Das Tragen verringert jedoch das Risiko einer gefährlichen Kopfverletzung erheblich!

Sollten Sie als Fahrer unabsichtlich einen Unfall verursachen und einen Anderen schädigen, kann eine Privat-Haftpflichtversicherung helfen! Im Rahmen Ihrer Hausratversicherung können Sie den Diebstahl von Pedelecs einschließen.

 

Nummernschilder für schnelle „S-Pedelecs“
Bei den schnellen Pedelecs, den so genannten S-Pedelecs, beträgt die maximale Motorleistung 500 Watt. Mit Tretunterstützung kann eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreicht werden. Eine Anfahrhilfe unterstützt mit bis zu 20 km/h. Für die schnelle Klasse sind einige gesetzliche Besonderheiten zu beachten: Im Gegensatz zu den einfachen Pedelecs gelten S-Pedelecs als Kleinkrafträder. Sie sind somit Führerschein- und Versicherungspflichtig. Fahrer, die nach dem 01.04.1965 geboren wurden, benötigen nach aktuellem Stand mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung oder einen gültigen Führerschein jeglicher Art. Aktuell wird jedoch diskutiert, ob ein Führerschein der Klasse M und eine Helmpflicht vorgeschrieben werden sollen.

Ein Versicherungskennzeichen, als Nachweis für die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, gehört unumstritten zur  Pflichtausstattung der schnellen Elekrofahrräder.

 

Geschwindigkeit erhöht die Unfallgefahr
Mit der Geschwindigkeit der Elekrofahrräder steigt auch die Unfallgefahr! Viele Verkehrsteilnehmer sind nicht auf die Schnelligkeit der Räder vorbereitet und unterschätzen die Geschwindigkeit. Bedenken Sie auch, dass sie im Gegensatz zu klassischen Fahrzeugen aufgrund des Elektromotors relativ geräuschlos unterwegs sind. Andere Verkehrsteilnehmer nehmen Pedelecs akustisch nicht sofort wahr.

Für den Fall der Fälle empfehlen wir zur finanziellen Sicherheit den Abschluss einer Privaten Unfallversicherung. Weitere Informationen zur individuellen Absicherung erhalten Sie bei Ihrem Betreuer der Sparkassen-Versicherung Sachsen oder bei Ihrer sächsischen Sparkasse.

Bildnachweis: © ferkelraggae – Fotolia.com

(cp)

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