Wasser marsch!

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Wasserschlauch

Bildnachweis: © Reiner Wellmann – Fotolia.com

Dresden, 10.04.2012. Lokale Starkregen setzen ganze Straßenzüge unter Wasser und verursachen durch Rückstau in der Kanalisation erhebliche Schäden an Gebäuden und Hausrat. In den letzten Jahren haben solche Starkregen zugenommen. Schäden durch Starkregen machen inzwischen rund die Hälfte der Überschwemmungsschäden aus. Betroffen sind auch Gebäude, die weitab von Flüssen oder Gewässern stehen.

 

Wie kommt es zum Rückstau?

Das kommunale Abwassersystem ist für normale Wassermengen ausgelegt. Die Wassermassen wolkenbruchartiger Niederschläge können die Entwässerungskanäle aber nicht immer aufnehmen. Dann werden große Wassermengen nach oben zurückgedrückt – auch in die angeschlossenen Hausabflussleitungen. Denn alle Abwasserleitungen von Gebäuden (Waschbecken, Duschen, Waschmaschinen etc.) sind an die Kanalisation angeschlossen und bilden so ein verbundenes Rohrsystem.
Das Wasser steigt zwar maximal bis zur Rückstauebene (Straßenoberkante). Von dort aus kann es aber in Keller und Wohnräume dringen. Das wird sehr unangenehm: unbrauchbar gewordener Hausrat, Gesundheitsrisiken, angegriffene Bausubstanz sowie Entfeuchtungs- und Renovierungsarbeiten schlagen finanziell kräftig zu Buche. Dazu kommt manchmal auch noch eine Wertminderung der Immobilie.

 

Wie kann man sich schützen?

Schützen können sich Hausbesitzer durch Rückstausicherungen. Sie verhindern das Eindringen von Abwasser. Geschützt werden müssen alle Räume unter der Rückstauebene, in denen sich Sanitärobjekte wie Waschbecken, WCs, Duschen, Waschmaschinen etc. befinden. Je nach Lage ist die Lösung eine Hebeanlage oder ein Rückstauverschluss.

Rückstauverschlüsse eignen sich, wenn ein natürliches Gefälle zum Kanal vorhanden ist und auf die Ablaufstellen während des Rückstaus verzichtet werden kann. Rückstauverschlüsse gibt es als Einzelsicherung, wie z.B. ein Bodenablauf oder als Sammelsicherung zum Einbau in die Grundleitung.

Hebeanlagen sind die Lösung wenn kein Gefälle zum Kanal besteht und wenn man auch bei Rückstau die Räume uneingeschränkt nutzen will – z.B. bei Souterrainwohnungen,  Waschküchen oder Heizungsräumen. Hebeanlagen pumpen das anfallende Abwasser über die Rückstauebene in den Abwasserkanal.

Das der Einbau der Rückstausicherung fachlich korrekt ausgeführt sein muss, liegt auf der Hand – lassen Sie sich deshalb von einem Sanitärfachbetrieb beraten. Prüfen Sie die Funktion der Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen regelmäßig.

Übrigens: Heftige Niederschläge können auch Garagenabfahrten oder tiefer liegende Hof- und Terrassenflächen überfluten. Schließen Sie deshalb auch Entwässerungsrinnen mit in den Rückstauschutz ein. Gut ist, wenn viel Wasser versickern kann. Das können Sie fördern, wenn Sie befestigte Wege und Zufahrten entsiegeln.

 

Und wenn doch was passiert?

Versicherungsschutz gegen Starkregen bietet die Elementarschadenversicherung. Sie schützt vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen wie Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck.

Mittlerweile haben fast die Hälfte der Hausbesitzer in Sachsen bereits ihr Gebäude gegen Elementargefahren versichert. Die andere Hälfte sollte das dringend nachholen, denn der Freistaat gewährt künftig nur noch im Ausnahmefall Zuwendungen bei Elementarschäden.

Die UnwetterKasko der Sparkassen-Versicherung Sachsen hat alles was Sie brauchen. Sie bekommen im Schadenfall sofort Hilfe. Unsere Schaden-Profis sind mit als Erste vor Ort und bringen die Handwerker zur Schadenbeseitigung schnell auf Ihre Baustelle. Inklusive ist auch der Unwetterfrühwarn-Service WIND, der zuverlässig per SMS warnt, wenn ein Unwetter Ihren Wohnort bedroht.

Bietet Ihre aktuelle Wohngebäudeversicherung ausreichend Schutz? Machen Sie den 10-Punkte-Unwetter-Check.

Bildnachweis: © Reiner Wellmann – Fotolia.com

(uo)

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