Osterfeuer ohne teures Nachspiel

0

© Erdal/Torun - Fotolia.comDresden, 04.04.2012. Am Osterwochenende werden vielerorts wieder traditionelle Osterfeuer angezündet. Sie gehen bis auf vorchristliche Traditionen zurück und dienten ursprünglich dazu, den Winter zu vertreiben. Damit der alte Brauch gefahrlos, bei guter Stimmung und ohne teures Nachspiel gefeiert werden kann, sollten Besucher und Veranstalter einige Grundregeln beachten.

  • Osterfeuer sind Brauchtumsfeuer. Diese sind in den meisten Städten und Gemeinden genehmigungs-pflichtig. Veranstalter sollten sich im Vorfeld eine Erlaubnis von ihren örtlichen Ordnungs- bzw. Brandschutzdienststellen einholen und deren Auflagen beachten.
  • Als Brennmaterial darf nur trockenes, unbehandeltes Holz und trockener Grünschnitt verwendet werden. Das Verbrennen von Abfällen, zum Beispiel lackierte Hölzer, Spanplattenreste oder Wiesen- und Gartengut wie Laub, nasses Reisig, Holzverschnitt, ist verboten.
  • Vögel und andere Kleintiere, beispielsweise Igel und Insekten, nutzen die Holzhaufen gern als Unterschlupf. Damit das Osterfeuer nicht zu einer Todesfalle wird, sollte der Haufen erst am Tag des Abbrennens aufgeschichtet oder ältere Haufen vorsichtig umgeschichtet werden.
  • Bei einem Osterfeuer kann durch den Rauch starke Geruchsbelästigung entstehen. Wird die Veranstaltung mit Musik begleitet, kommt Lärm hinzu. Um Ärger zu vermeiden, sollten Veranstalter die Nachbarn über das Vorhaben informieren oder sie am besten direkt einladen.
  • Die Platzwahl ist von großer Bedeutung, denn Rauch und Funkenflug dürfen Personen und benachbarte Grundstücke nicht gefährden. Sicherheitsabstände zwischen Feuerstelle und Gebäuden, land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen und Wäldern sind einzuhalten.
  • Um das Feuer zu entfachen, kann Reisig am Fuß des Stapels angebrannt werden. Nicht zu verwenden sind Brandbeschleuniger wie Benzin oder Öl. Sie können gefährliche Verpuffungen verursachen und zur Verschmutzung von Boden und Umwelt führen.
  • Am Tag des Abbrennens sind die Windrichtung und vor allem die Windstärke zu beachten. Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden. Kommt starker Wind auf, wenn das Feuer bereits brennt, ist es unverzüglich zu löschen.

Mit einem Osterfeuer geht immer eine gewisse Brandgefahr für umliegende Wohnhäuser, Scheunen und Felder aus. Auch Teilnehmer könnten durch umher fliegende Funken geschädigt werden. Veranstalter, insbesondere Vereine, sollten im Vorfeld klären, ob ausreichend Versicherungsschutz besteht bzw. ob das Risiko über ihre Vereinshaftpflichtversicherung abgedeckt ist. Informationen zur Absicherung erhalten Sie bei Ihrem Betreuer der Sparkassen-Versicherung Sachsen oder Ihrer sächsischen Sparkasse.

Bildnachweis: © Liane M - Fotolia.com

(cg)

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Hinterlasse eine Nachricht

Wechsel zur mobilen Seite